Am 25. 10. fand in der Kilianskirche Kasendorf wieder ein „Theatergottesdienst“ statt, bei dem statt einer Predigt ein geistliches Theaterstück in den Gottesdienst eingebettet wurde:
Eine „Hiobsbotschaft“ nach der anderen prasselt auf den Fabrikbesitzer ein. Erst verliert er seine Fabrik und verarmt in kurzer Zeit, dann sterben alle seine Kinder bei einem Autounfall und ihn selbst schlägt eine schwere Krankheit. Und all das, obwohl Hiob (Karlheinz Bergmann) immer versucht hat, ein gutes gottgefälliges Leben zu führen und sich bewusst war, dass er seinen Reichtum nur der Gnade Gottes zu verdanken hatte.
Was also hat er falsch gemacht, dass sich sein Schicksal nun so sehr gewendet hat? Hiob selbst ist sich keiner Schuld bewusst, aber seine Freunde Elifas (Bernadette Sauerschell), Bildad (Evi Hargens) und Zofar (Jörg Hargens) meinen, das Gott wohl kaum jemanden ohne Grund so schwer leiden lässt. Ein heftiger Streit mit gegenseitigen Vorwürfen entbrennt, der schließlich von der vierten Freundin, Elihu (Susanne Schulze), gestoppt wird. Ruhig und mit weisen Worten versucht sie, Hiob ihre Theorien nahezubringen, aber zu dem schwer von Leid gezeichneten Hiob kann sie damit nicht mehr durchdringen.
Doch Gott hat Erbarmen mit Hiob und spricht zu ihm aus einer Wolke (Volkmar Schulze). Er offenbart Hiob die Großartigkeit seiner Schöpfung in Bildern und macht ihm klar, dass sein Plan zu groß ist um von den Menschen erfasst zu werden. Er verurteilt Schuldzuweisungen mit selbst gebastelten Erklärungen und erteilt damit Elifas, Zofar und Bildad einen scharfen Verweis: „Hiob hatte recht. Er ist unschuldig. Ihr aber habt euch schuldig gemacht, indem ihr so über ihn geurteilt habt. Dafür müsste ich euch jetzt bestrafen, ist es nicht so?“
Hiob erfährt keinen Grund für sein Leiden, aber Gott macht ihm klar, dass er auch in den dunkelsten Stunden für ihn da ist und ihn nicht verlassen hat. Mit neugewonnen Vertrauen geht Hiob seinen Lebensweg weiter. Von der Erzählerin (Annette Gerstenberger) erfahren wir, dass es von nun an wieder steil bergauf geht, sodass er am Schluss des Stückes zu dem Lied „I can see clearly now“ sogar wieder mit seinen Freunden feiern kann.
Für die stimmungsvolle musikalische Untermalung sorgten Carola Lipfert (Akkordeon, Gesang), Rainer Friedmann (Gitarre, Gesang), Werner Sauerschell (Gitarre, Gesang), Annette Gerstenberger (Gesang) und Katharina Hargens (Ukulele, Gesang, auch Regie und Stück).
Für die gelungene Technik sorgten Lukas Wirth und Tim Herzog.
Der gottesdienstliche Rahmen wurde von Pfarrer Stefan Lipfert gehalten, für die Musik sorgte Organist Matthias Groß.



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